Das Erfolgsgeheimnis von Miu Miu

Preiswerte Mode für junges Publikum

1993 führte Prada die Damenkollektion Miu Miu ein, die sich vor allem an jüngeres Publikum richtet und daher auch preiswerter als die teuere Prada-Linie ist. Miuccia Prada, deren Spitzname Miu Miu ist, gilt als Namensgeberin. Das Label betont Erdfarben und einen unkonventionellen Stil – schlichte Kleider, edle Oberteile, kräftige Farben, Retrotrends. Der Couture-Stil der Prada-Linie setzt sich in diesem Fall nicht fort.

Für ihre Werbekampagnen nutzt Miu Miu sehr junge Model, die die einfachen Kleider professionell und unkonventionell präsentieren. Auch nach ausgefallenen Orten sucht man vergeblich: geshootet wird in häuslichen Umgebungen, die die Schlichtheit und Eleganz der Kleider nochmals hervorheben soll. Miu Miu unterscheidet sich in diesem Punkt deutlich von der prunkvollen und edlen Prada-Linie, spricht aber durch diese Eckpunkte gezielt ein jüngeres Publikum an. Der Erfolg des Unternehmens spricht für sich selber – das Konzept ist aufgegangen und wird auch weiterhin erfolgreich verkauft werden.

Die Kleidung ist schlicht gehalten und erinnert an exklusive und gleichzeitig „altmodische“ Kleider im Retro-Stil. Dadruch wirken Kleider von Miu Miu charaktervoll und apart. Die aktuelle Kollektion Frühjahr/Sommer 2013 besticht durch eine Kombination aus kräftigen Farben, herbstlichen Touch und einfachen Accessoires, die durch ihre Raffinesse das Outfit perfekt ergänzen.
Auch andere Labels, z.B. H&M bedienten sich schon des Retrolooks im Karostyle und entdeckten für die Kollektionen einen alten Trend wieder, der aber seinen Ursprung eindeutig in der jungen Prada-Linie hat. Dennoch handelt es sich dann um lediglich eine Kopie eines tollen Originals, das sowohl in der Stoffauswahl und in der Verarbeitung höchste Qualität verspricht.

Produziert wird die Mode vorwiegend in Italien.